Infos zu Land und Leute auf den Seychellen

Die Republik der Seychellen umfaßt 115 Inseln im westlichen Indischen Ozean. Sie liegen östlich von Kenia und nördlich von Madagaskar und Mauritius. Zu den Seychellen gehören die gebirgigen, hauptsächlich aus Granitstein bestehenden „Inner Islands“ (insgesamt 32) sowie die zahlreichen, kleinen aus Korallenablagerungen entstandenen „Outer Islands“. Diese verteilen sich auf einer Meeresfläche von über 400.000 km².

Mahé ist mit 151 qkm die größte Insel, auf der auch Victoria die charmante Hauptstadt der Seychellen (25.000 Einwohner) liegt. Hier lebt auch ein Großteil der Inselbevölkerung. Mahé bietet mit seinem bergigen Inneren, auf Mahé liegt die höchste Erhebung des Landes, der Morne Seychellois mit 905 m Höhe, die größten landschaftlichen Kontraste und Ausflugsmöglichkeiten. Neben Mahé gehören auch Praslin (40 qkm) und La Digue (10 qkm) zu den Gebirgsinseln der „Inner Islands“ oder auch „Seychelles Bank“ genannt. Rund um diese drei großen Inseln befinden sich mehrere kleine bewohnte und unbewohnte Inseln, die beliebte Ausflugsziele sind. Weitere zur „Seychelles Bank“ gehörende Inseln sind Silhouette, North Island, Frégate, Île Aride, Île aux Vaches und Île Denis.

Außerhalb der „Seychelles Bank“ erstrecken sich die Outer Islands, mit den Inselgruppen Aldabra (Hauptinseln liegen im Aldabra-Atoll), dem Cosmoledo-Atoll, der Farquhar-Gruppe mit den Atollen Farquhar und Providence, der Alphonse-Gruppe mit den Atollen Alphonse und St. François sowie der Gruppe der Amiranten mit Desroche als Hauptinsel.

Von den anderen Gruppen abgelegen sind die Inseln Platte (etwa 135 km südlich von Mahé) und Coëtivy (290 km südlich von Mahé).

Etwa 90 % der Bevölkerung (insgesamt ca. 87.500 Einwohner) sind Kreolen, die von afrikanischen und madagassischen Sklaven und europäischen Siedlern abstammen. Daneben gibt es europäische, chinesische und indische Minderheiten. Die große Mehrheit der Bevölkerung (90 %) ist katholisch, etwa 8 % sind Protestanten. Chinesen und Inder sind Anhänger der Religionen ihrer Herkunftsländer.

Etwa 49 % der insgesamt 455 km² Landfläche sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, darunter auch einige Inseln in ihrer Gesamtheit. Damit verfügen die Seychellen gemessen an ihrer Grundfläche über den größten Anteil an Naturschutzgebieten auf der ganzen Welt. Etwa ein Viertel der Landfläche der Seychellen ist bewaldet. Auf den Seychellen hat man 4.000 Tier- und 850 Pflanzenarten identifiziert, darunter zahlreiche endemische Spezien. Die Unesco hat zwei Gebiete zum Weltnaturerbe erklärt. Das Valle de Mai auf der Insel Praslin ist Heimat des Seychellen-Vasapapageis und der berühmten Seychellennuss, der „Coco de Mer“ und das Aldabra-Atoll, auf der die weltgrößte Kolonie von Riesenlandschildkröten und der flugunfähige Vogel Weißkehlige Ralle lebt.

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